3 Fragen an einen Experten

„Für Babyhaut empfehle ich eine beruhigende und regenerierende Pflege.“

Resources\Visuels\V4\Headers\Articles\INT\v_header_3questions_default.jpg

Unter Windeldermatitis versteht man entzündliche Stellen im Windelbereich des Säuglings. Da diese Stellen mit Urin und Stuhl in Kontakt kommen, weichen sie leicht auf, was die Entstehung von Reizungen fördert. Die Erkrankung tritt bei vielen Babys mehr oder weniger stark auf. Vor 20 oder 30 Jahren war die Windeldermatitis meist heftiger als heute, aber meine kleinen Patienten leiden auch heute noch häufig daran.
Ich verschreibe ihnen dann hautberuhigende, antibakterielle Pflegeprodukte, die idealerweise auch Wirkstoffe zur Regeneration der Haut enthalten. Auch die Textur ist wichtig: Sie muss reichhaltig genug sein, um die Haut vor Nässe zu schützen, aber gleichzeitig auch leicht zu verteilen sein, so dass man sie ohne starke Reibung auftragen kann.

Wodurch entsteht Windeldermatitis?

Im Prinzip durch Urin und Stuhl: Feuchtigkeit, aufgeweichte Haut und der Kontakt mit Stuhl bzw. Urin führen zu Entzündungen und Reizungen des Babypos. Die feuchte, bakterienreiche Umgebung bietet ideale Bedingungen zur Vermehrung von bestimmten Hefepilzen und Bakterien, was in Folge zu Hautreizungen führen kann. 
Auch Reibung und Druck spielen eine Rolle: zu eng oder schlecht sitzende Windeln können zu Scheuerstellen führen, an denen Windeldermatitis besonders leicht entsteht. 
Einige Waschmittel sowie Hautreinigungs- und Pflegeprodukte für Kinder enthalten reizende oder sogar allergene Inhaltstoffe. Ich empfehle Eltern, hypoallergene Waschmittel zu verwenden, die auch von empfindlicher Babyhaut gut vertragen werden. Dasselbe gilt für Cremes und Lotionen.
Letztendlich können auch bestimmte Antibiotika das Gleichgewicht gutartiger Hautbakterien stören, wodurch Hefepilze sich leichter ausbreiten können.

Welche Risiken gehen mit Windeldermatitis einher?

Das größte Risiko ist eine Infektion, die mehr oder weniger schwerwiegend ausfallen kann. Entzündet sich das Windelekzem, so treten in den Hautfalten zusätzlich zu einer Rötung rote Pusteln auf, die manchmal Eiter bilden können. In diesem Fall sollte umgehend der Kinderarzt aufgesucht werden.

Wie können die Eltern Windeldermatitis bei ihrem Kind vorbeugen?

Gute Hygiene mit sanfter Pflege und Vermeiden unnötiger Reibung, sowie die Verwendung spezieller Pflegeprodukte, die weder Alkohol noch Parabene enthalten.
Die Windeln sollten häufig gewechselt werden, damit die Haut so wenig wie möglich mit Urin und Stuhl in Kontakt kommt und nicht aufweicht. 
Auch wenn das Kind nicht an Windeldermatitis leidet, ist die Anwendung eines hautberuhigenden, antibakteriellen Pflegeproduktes eine ausgezeichnete Maßnahme zur Vorbeugung.

  • Facebook
  • Pin

Empfohlene Themen für Sie

See all articles